STRUKTURELLEMORPHOLOGIE
Architektonischer ÜberblickAls Zeugnis byzantinischer Ingenieurskunst ist der heutige Bau der dritte an diesem Ort. Sein prägendes Merkmal — eine gewaltige Zentralkuppel über quadratischem Grundriss — verlangte den wegweisenden Einsatz von Pendentifs, sphärischen Dreiecksflächen, die die Last auf die massiven Eckpfeiler leiten.
Die räumliche Komplexität entsteht durch die gestufte Folge von Halbkuppeln und Exedren, die das Zentrum zu einem gestreckten Hauptschiff weiten. Dieses feingliedrige Tragwerk erlaubte vierzig Fenster am Kuppelfuß — und damit den Eindruck eines vom Himmel herabhängenden Baus.
- Hauptmaterial
- Quaderziegel und Mörtel
- Kuppeldurchmesser
- 31,87 Meter
- Architekten
- Isidor von Milet und Anthemios von Tralleis
- Weihe
- 537 n. Chr.
DAS GROSSEHAUPTSCHIFF
Den Kern des Basilikagrundrisses bildet ein stützenfreier Zentralraum, gerahmt von gewaltigen Kolonnaden aus monolithischen Porphyr- und grünen Marmorsäulen, die aus antiken Tempeln des ganzen Reiches stammen.
OBEREGALERIE
Ursprünglich der Kaiserin und ihrem Hof vorbehalten, umzieht die hufeisenförmige Galerie das Hauptschiff auf drei Seiten. Sie versteift die Außenwände und bietet zugleich einen privilegierten Blick auf die Zeremonien darunter.
- Zugang
- Rampen (Nord/Süd)
- Funktion
- Kaiserlich und synodal
ÄUSSEREFORM
Außen zeigt sich ein schwerer, fast pragmatischer Baukörper aus Ziegel und Mörtel, der die Leichtigkeit des Inneren Lügen straft. Über Jahrhunderte kamen mächtige Strebepfeiler gegen den Schub der großen Kuppel hinzu und verwandelten die ursprüngliche Silhouette in eine komplexe Anhäufung von Stützwerken.
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